In der Ferne

Weit entfernte Orte, die Fremde ihr eigen nennen.
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Shujaa wa Uhuru
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In der Ferne

Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 6. November 2015, 16:53

"Ich weiß nicht, wo uns das hinführen soll. Die Beute hier ist knapp und spätestens im Winter werden wir tagelang Hunger leiden müssen. Du und Valnir, ihr hättet es euch besser überlegen sollen..."

"Wir hatten auf Dauer keine Alt-"
"Keine Alternative?! Hast du dir schon mal überlegt, dass wir stinknormalen Löwen euch Hoheiten FREIWILLIG folgen? Wir hätten uns genauso gut den anderen Rudeln anschließen können und dann würden wir immer noch in Shukua Machweo leben und hätten es immer noch gut."

Die Löwin tat einen Schritt nach vorne zu Armina, um die folgenden Worte besonders zu betonen.

"Nur unsere verehrte Königin ist sich zu fein sich ihrem Ex-Geliebten unterzuordnen."

Mit einem wütenden und gleichzeitig verzweifeltem Fauchen wandte Armina sich ab. Etwas weiter weg saß Shujaa hinter einem Felsen, die die Konversation gerade unfreiwillig mitbekommen hatte ohne entdeckt zu werden. In ihrem Gesicht stand große Besorgnis geschrieben. So wie sie ihre Mutter kannte, würde sie sich diese letzte Aussage sehr zu Herzen nehmen und denken, sie hätte etwas falsch gemacht. Aber in Wahrheit war das doch alles Shujaas Idee gewesen. Dass das Rudel nun noch weiter auseinander fiel, war ihre Schuld!
Die junge Löwin schlich sich davon und lief zu einem benachbarten Wald, wo sie ihr Tempo etwas drosselte. Schließlich ließ sie sich erschöpft auf das weiche Laub fallen. Sie hatte doch nicht gewollt, dass es noch schlimmer kommen würde! Eine Träne lief still an ihrer Wange herab.
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Howling Blackpaw
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Beitrag von Howling Blackpaw » 9. November 2015, 18:46

Wenige Minuten später näherte sich Howling Shujaa vorsichtig, nachdem er bemerkte, dass sie sich von der Gruppe abgesetzt hatte und somit für ihn weniger Gefahr bestand, als wenn er sich der ganzen Gruppe stellen würde. Leise pirschte er sich an. Als er nahe genug war, trat er mit Absicht auf einen stärkeren Zweig, der mit einem lauten Krachen zerbrach.

"Hallo Shujaa, Bitte nicht erschrecken. Ich beobachte euch schon eine Weile. Ihr scheint hier irgendwie nicht her zu gehören, seit ihr auf Reisen? Ich habe deinen und einige andere Namen aufgeschnappt, während ich euch gefolgt bin. Was macht ihr hier draußen? Woher kommt ihr?"

Er hielt eine Weile inne und bemerkte eine Träne, die an ihrer Wange herunterlief.

"Ist alles okay bei dir? Warum hat sich die Gruppe zerstritten?"

Leicht besogrt sicherte er die Umgebung und setzte sich mit angelegten Ohren und eingezogenem Schwanz gegenüber der Löwin.

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Shujaa wa Uhuru
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Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 23. November 2015, 20:23

Der feuchte, modrige Duft des Waldbodens stieg in Shujaas Nase. Sie atmete einmal tief durch und seufzte. Gerade als die Gedanken in ihrem Kopf sich wieder zu beruhigen begannen, knackte einige Meter neben der jungen Löwin ein Ast. Ihr Kopf schnellte hoch, sie spitzte die Ohren und erblickte einen grauen Wolf. Diese Tiere konnten gefährlich werden, vor allem wenn es mehrere waren - und Wölfe lebten nun mal im Rudel. Das Tier sprach sie direkt mit Namen an und obgleich es nicht aggressiv wirkte, huschten Shujaas Augen immer wieder zur Seite um andere Wölfe beziehungsweise einen möglichen Fluchtweg ausfindig zu machen. Shujaa bemerkte keine anderen Wölfe, also entspannte sie sich etwas und setzte sich erstmal auf. Jetzt ließ sie den Wolf jedoch nicht mehr aus den Augen. Sicher ist Sicher.
Peinlich berührt wischte sie sich die Träne von der Wange, als der Fremde sie darauf ansprach. Er hatte so viele Fragen gestellt, dass sie nicht wusste, welche sie zuerst beantworten sollte. Schließlich erinnerte sie sich an die Worte ihres Onkels "Erzähle Fremden nie zu viel, bevor du ihre Absichten kennst. Sie könnten die Informationen gegen dich und dein Rudel verwenden". Und das, was Shujaa jetzt am wenigsten wollte, war, weiteres Unheil über ihr Rudel zu bringen. Also entschloss sie sich zu der schlichten Gegenfrage:

"Wer will das wissen?"
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Howling Blackpaw
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Beitrag von Howling Blackpaw » 23. November 2015, 20:42

"Oh, bitte verzeih. Ich bin Howling, keine Sorge, da ist keiner außer mir. Ich irre schon eine Weile umher und suche ein neues Rudel. Ich wurde von Menschen aufgezogen und man hat mich recht früh ausgesetzt."

Wehmütig kauerte der Wolf sich ein wenig zusammen und in Erinnerungen vertieft vernachlässigte er seine Aufmerksamkeit. Er verlor sich kurz in Shujaa´s blauen Augen, räusperte sich und fuhr fort.

"Entschuldige, wenn ich etwas neugierig bin, das Rumstreunen ist nichts für einen Wolf. Abgesehen davon weiß ich nichtmal wo ich bin. Seit knapp einem Jahr bin ich schon unterwegs. Erm... Also was macht ihr nun hier?"

Von Neugierde durchzogen und leicht umsorgt schob er Shujaa ein paar weiche Blätter zu damit sie sich die Tränen wegwischen konnte. Er schnupperte das die anderen Löwen nicht weit weg waren wusste aber, das er sicher ist, weil er gegen den Wind von den Löwen entfernt war, dennoch spürte er, dass große Spannung in der Luft lag.

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Shujaa wa Uhuru
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Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 24. November 2015, 21:21

Der graue Wolf stellte sich als Howling vor. Doch was erzählte er da, er war von Menschen aufgezogen worden? Shujaa war noch nie jemandem begegnet, der diese Zweibeiner aus nächster Nähe kannte. Und wenn das stimmte, was er sagte, verdankte der Wolf ihnen sein Leben? So viele Fragen kamen der jungen Löwin auf.
Dass Howling noch nicht einmal wusste, wo er sich befand, rundete das Bild eines jungen, in der Wildnis unerfahrenen Wolfsjungen nur ab. Er hatte ihr ein paar Blätter zugeschoben, mit denen sie zunächst nichts anzufangen wusste. Löwen pflegten sich ihr Gesicht mit ihren Pfoten zu waschen und trocken zu reiben. Da er seinen Blick jedoch kaum von ihrem Gesicht abwandte, musste er wohl meinen, dass sie sich das Gesicht mit Laub trocknen sollte. Aus reiner Höflichkeit nahm sie ein paar Blätter in die Pfote und tupfte sich über die Wange.


"Ach, das Rumstreunen ist für junge Wölfe jedenfalls üblicher als wie wenn ein ganzes ganzes Löwenrudel umher wandert."

meinte Shujaa mit ironischem Unterton.

"Du hast Recht, wir sind nicht von hier. Wir haben unsere Heimat verloren und sind nun auf der Suche nach einer neuen. Hier ist zwar kein anderes Löwenrudel ansässig, aber die Beute ist rar. Leider ist unsere Zukunft ungewiss und das verunsichert einige von uns."

Sie machte eine kurze Pause, um das Thema wechseln zu können.

"Und du bist wirklich bei Menschen aufgewachsen?"
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Howling Blackpaw
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Beitrag von Howling Blackpaw » 28. November 2015, 16:46

Howling räusperte sich und schaute sich ein weiteres Mal um.

"Ja... ja, das bin ich, ich habe auch leider keinerlei Erinnerung an Eltern oder Familie. Seit dem Tag der Auswilderung streife ich von Ort zu Ort und weiß nicht recht wohin mit mir. Irgendwas zog mich in diese Richtung. Ich kann dir aber nicht sagen was. Instinkt, ja... Instinkt denke ich."

Er setze sich aufrecht hin um leicht autoritär und stark zu wirken, jedoch kam auch ihm nun eine kleine Träne in die Augen, als er sich an die Gemütlichkeit des Geheges erinnerte und an all seine Rudelmitglieder, die für ihn wie Familie waren.

"Was hat euch die Heimat genommen? Wurdet ihr vertrieben?", fragte er mit leicht unsicherem Ton.

Er hielt kurz inne.

"Hmmm... Beute ist rar sagts du? Ein Stück weiter weg habe ich einiges an Tieren gesehen die als Beute geeignet wären. Ich könnte euch hinführen! Und wenn ihr es gestattet, könnte ich bei der Jagd helfen. Einige von euch sehen recht hungrig und müde aus. Ihr könntet eine helfende Pfote gebrauchen, oder? Wenn ihr dann einmal wieder bei Kräften seid, könnt ihr mich auch gerne wieder fort schicken, denn so wie ihr momentan aufgestellt seit kommt ihr wohl nichtmehr wirklich weit befürchte ich. Wie kommt es denn nun eigentlich zu dieser Spaltung der Gruppe?"

sprach er mit überzeugter Stimme und versuchte Shujaa aufmunternd zuzulächeln. Innig hoffend, dass er, selbst wenn nur für kurz, wieder in einem Rudel zu leben und jagen zu können, denn durch die Zeit alleine und dem dadurch geringerem Jagderfolg knurrte auch ihm lauthals der Magen, wodurch er sich kurz zusammenkauerte.

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Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 12. Dezember 2015, 19:07

"Ja, man könnte sagen, dass wir vertrieben wurden."

antwortete Shujaa mit bedrückter Stimme. Sie war jemand, der lieber in die Zukunft blickte, anstatt der Vergangenheit nachzutrauern. Dennoch fiel es auch ihr nicht leicht, über das Geschehene zu sprechen - schon gar nicht zu einem Fremden. Howling fuhr fort und schlug vor, dem Wolfsrudel bei der Jagd auszuhelfen.

"Einige von euch sehen recht hungrig und müde aus. Ihr könntet eine helfende Pfote gebrauchen, oder? Wenn ihr dann einmal wieder bei Kräften seid, könnt ihr mich auch gerne wieder fort schicken, denn so wie ihr momentan aufgestellt seit kommt ihr wohl nichtmehr wirklich weit befürchte ich."

Shujaa setzte sogleich zu ein schlagfertigen Antwort an. Was fiel diesem dahergelaufenen Bündel Fell ein, das Rudel so schlecht zu bewerten! Der Stolz lag in der Familie, daran war kein Zweifel. Doch bevor sie irgendetwas sagen konnte, gab der Magen des Wolfs ein lautes Knurren von sich. "Das erklärt natürlich einiges.", dachte sich Shujaa, entspannte sich und lächelte.

"Was für Tiere gibt es da? Wie du dir vielleicht denken kannst, wirst du ein Löwenrudel durch ein paar Karnickel nicht satt bekommen. Ich glaube, wir sollten uns erst einmal auf deinen Vorschlag konzentrieren, anstatt Sachen aus unserer Vergangenheit zu erklären."

Nichtsdestotrotz beunruhigte es die junge Löwin, dass Howling durch bloßes Beobachten schon so viel wusste. Wie nahe musste er wohl an sie herangekommen sein? Wie lange schon? Valnir würde nicht erfreut sein, das zu erfahren. Letztendlich hieß es bloß eins: Das Rudel ist verdammt schwach und verwundbar geworden.
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Howling Blackpaw
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Beitrag von Howling Blackpaw » 26. Januar 2016, 14:28

"Ich nehme an, du solltest mich erstmal vorstellen und fragen, was die anderen von der Unterstützung denken. Nicht, dass ich noch mehr Probleme mache!"

fuhr Howling fort mit einem vorsichtigen Lächeln im Gesicht.

"Wenige Stunden von hier habe ich einiges an Damwild gesehen, ein Stück weiter auch einige andere Tiere. Ich kann euch hinführen, wenn ihr gestattet. Ich halte mich kurz, bitte verzeih meine Neugierde. Zeit für Geschichten ist später noch genug, konzentrieren wir uns auf die Jagd!"

Leicht enthusiastisch rappelte Howling sich auf und signalisierte Shujaa, dass er loslegen wollte. Immer wieder verlor er sich in ihren Augen und war leicht verlegen. "Sie ist so wunderschön, ob sie so imposant jagen kann wie sie aussieht?" dachte er immer wieder, gefolgt von Angst und Respekt vor ihrem Rudel, und der Unwissenheit was nun folgen wird.

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Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 23. Februar 2016, 14:21

Howlings Enthusiasmus hatte Shujaa sofort angesteckt. Es war kaum zu glauben, dass sie noch vor wenigen Augenblicken alleine, weinend hier am Boden lag. Sie war es eher gewohnt, dass die einheimischen Tiere einen Bogen um sie machten, sie ignorierten und in den seltensten Fällen ansprachen. Aber konnte man den Tieren Vorwürfe wegen ihres Verhaltens machen? Hauptsache war doch, dass ihnen niemand feindlich begegnete.

"Ja, du hast Recht! Gehen wir!"

pflichtete die junge Löwin Howling bei und tat einen Schritt Richtung Lager des Rudels. Ihre Schwanzquaste zuckte vor Aufregung. Sie hoffte, ihre Mutter oder ihr Onkel würden ihr den Vorschlag nicht böse nehmen, dass ein Wolf den Löwen bei der Jagd helfen sollte. Doch wenn sie so an den Streit dachte, den sie vorhin mitbekommen hatte, waren es eher die restlichen Löwinnen, die damit nicht so einverstanden sein könnten.
Shujaa wartete, bis Howling ihr aus dem Wäldchen folgte.

"Was ist Damwild? Sowas wie Antilopen?" fragte sie neugierig, denn den Begriff oder das Tier kannte sie noch nicht.
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Howling Blackpaw
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Beitrag von Howling Blackpaw » 2. März 2016, 11:24

Howling rappelte sich leicht zögerlich mit angelegten Ohren und eingezogenem Schwanz auf und folgte Shujaa in Richtung des Löwenrudels in höchster Alarmbereitschaft. Denn der Streit, den er zuvor mitbekommen hatte, war nicht ohne gewesen und nun, als Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen könnte, wollte er bloß nicht herhalten.

"Was sind Antilopen?!" fragte Howling plump hinterher. Da er weit aus dem Norden kam, kannte er die Pflanzen und Tierwelt, aus denen Shujaa und ihr Rudel kamen, nicht. Er räusperte sich und fing an das genannte "Damwild" zu beschreiben.

"Erm... ja, Damwild sind... naja... ausgewachsen ist es ein ziemliches Stück größer wie ich, hat lange dürre Beine. Kann sehr schnell rennen. Die Männchen tragen ein großes Geweih mit vielen Spitzen, die können ziemlich gefährlich werden. Das Fell ist bräunlich-rot mit weißen Punkten."

Versuchte er zu erklären und stapfte besorgt hinter ihr her. "Sie kennt kein Damwild? Die kommen wohl aus dem tiefsten Süden, wenn sie es nicht kennen... Was wohl gleich geschehen wird?... Hoffe, ich mache nicht noch mehr Ärger als es ohnehin schon gibt." Dachte er, als er immer näher an das Löwenrudel geführt wurde.

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Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 3. April 2016, 20:47

Shujaa versuchte sich Damwild bildlich vorzustellen. Groß, lange Beine, schnell, Geweih... das klang sehr nach Antilope! Der Löwin lief schon das Wasser im Maul zusammen.

"Also ich kann mich schwer mit weißen Punkten vorstellen. Muss bestimmt lustig aussehen!"

Meinte sie mit Bezug auf ihre eigene Fellfarbe. Ein Tier, das ein Fell hatte, wie Howling es beschrieb, hatte sie noch nie gesehen. Aber wenn es gefleckte Giraffen und schwarz-weiß gestreifte Zebras gab, musste es wohl auch gepunktetes Damwild geben. Sie erreichten langsam die kleine Mulde im Gelände, wo sich das Lager der Löwen befand. Die Löwin, die sich vorher mit ihrer Mutter gestritten hatte, war zu Shujaas Enttäuschung immer noch da und unterhielt sich mit einer Artgenossin. Sie würde die beiden kommen sehen, daran war nichts zu ändern.

"Bleib etwas hinter mir und überlass mir das Reden, bis wir auf meine Mutter oder Valnir treffen."

sagte sie zu Howling und bemühte sich mit festen Schritten und leicht hervorgestreckter Brust möglich selbstbewusst auszusehen, als sie sich den anderen Löwinnen näherten.
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Howling Blackpaw
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Beitrag von Howling Blackpaw » 5. Mai 2016, 17:13

"Ok, Ok, ich bleibe hinter dir."

Sagte er und wurde immer kleinlauter um so näher sie dem Lager kamen. Er duckte sich leicht und klemmt den Schwanz leicht zwischen die Hinterbeine um möglichst unbedrohlich zu wirken, jedoch konnte er nicht die Neugierde verbergen und hatte seine Ohren noch auf vollen Empfang aufgestellt. Wieder einmal kauerte er sich zusammen als ihm nochmals lauthals der Magen knurrte.

"Sie ist sich unsicher... Ob es ihr nicht auffällt das ich ihre Nervösität spüre? Ich hoffe sie weiß was sie tut..."
Dachte sich Howling und machte sich auf alles Gefasst...

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Shujaa wa Uhuru
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Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 6. Juli 2016, 20:23

Shujaa ging geradewegs auf die beiden Löwinnen zu und suchte Blickkontakt zu ihnen. Die von vorhin kniff ihre Augenbrauen zusammen und musterte den Wolf mit kritischem, fast schon herablassenden Blick. Am liebsten hätte sie jetzt zig Fragen gestellt, darin war sich Shujaa sicher. Aber sie hielt sich zurück, zumindest vorerst. Auch ihre Freundin schwieg.
Die junge Löwin blieb im Vorbeigehen kurz stehen, wandte sich nur mit dem Kopf zu den beiden, nicht aber mit ihrem Körper. Das sollte signalisieren, dass sie nicht vorhatte, mit ihnen lange zu diskutieren, sondern gleich weiter wollte.

"Wisst ihr, wo meine Mutter ist? Oder Valnir?" fragte Shujaa und sah sich gleichzeitig um.
"Hinten beim toten Baum." bekam sie als knappe Antwort. Und bevor sie ihren Gast auch nur einen Schritt weiterführen konnte, kam die Frage: "Wer ist das denn?"

"Ich möchte ihn erst meiner Mutter vorstellen, wenn das recht ist." entgegnete Shujaa mit Nachdruck, aber ohne gereizt zu klingen. Darauf kam zum Glück nichts mehr. Die junge Löwin deutete Howling ihr zu folgen. Sie gingen um ein paar kleine Felsbrocken herum, wichen ein paar Dornenbüschen aus und gelangten schließlich zu einem großen, vertrockneten, halb überwachsenen Baumstamm.
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Armina
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Beitrag von Armina » 11. September 2016, 20:25

Armina kaute lustlos an einem abgenagten Stück Knochen herum. Die anderen hatten Recht, eigentlich sollte sie alleine hier draußen sein! Es wäre doch sowieso das Beste für ein Rudel, wenn der Stärkste und Klügste es anführte. Und nicht, weil irgendeine Blutlinie aus Tradition es so verlangte. Sie sollte doch von Anfang an nie Königin werden. Was bildete sie sich eigentlich ein, plötzlich mitmischen zu müssen? Ihr Bruder Valnir tat ihr so leid. Er wäre so ein guter, starker König... ohne sie, sondern mit Mwanga an seiner Seite, der das Amt eigentlich zusteht.
Armina hielt den Knochen jetzt zwischen ihren Vorderpfoten. Ihr Blick war ins Leere gerichtet und auch die Gedanken hörten für einen kurzen Moment auf sich im Kreis zu drehen.

Wenig später hörte die Löwin Schritte im trockenen Gras auf sie zukommen. Ihre Tochter kam um die Ecke, ihr folgend ein Wolf! Konnte es sein...? Nein, das Gesicht war ihr unbekannt. Es war niemand aus dem alten Wolfsrudel. Wie denn auch, niemand in Shukua Machweo wusste, wo sie waren. Aber manchmal, da... hatte man eben so ein Gefühl.
Armina setzte sich auf und begrüßte die beiden.

"Hallo Shujaa und guten Tag,...? Was führt dich zu uns?"

Irgendwie hörte sich die letzte Frage an den Wolf für Armina so künstlich an. In ihrer Verfassung hätte sie am liebsten einfach gefragt "Was willst du?". Trotzdem hielt sie es immer noch für äußerst wichtig, in die Rolle der Königin zu schlüpfen.
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Shujaa wa Uhuru
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Re: In der Ferne

Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 17. Januar 2017, 19:40

Als Shujaa hinter dem toten Baum hervorkam, hob sie zur Begrüßung ihren Schwanz und lächelte ihrer Mutter freundlich und aufgeregt zu. Plötzlich hatte sie gar nicht mehr so viel Angst, dass Armina ihr die Idee mit dem Wolf jagen zu gehen, böse nehmen würde. Und selbst wenn ihre Mutter Nein sagen würde, sie würde bestimmt nicht wütend werden. Howling war doch auch ein sehr netter Wolf, zumindest hatte Shujaa den Eindruck. Er würde bestimmt auch Mama überzeugen!

...Oder etwa doch nicht? Armina hatte Shujaa's neuen Freund eben nach dem Grund gefragt, warum er hier war und jetzt brachte er kein Wort heraus! Die junge Löwin sah ihn eindringlich, aber immer noch freundlich an, berührte ihn sogar auffordernd vor den Augen Arminas möglichst unauffällig mit der Schwanzspitze. Als er selbst dann nicht reagierte, übernahm Shujaa das Wort:

"Entschuldige, er ist wohl ein bisschen nervös! Also, das ist Howling. Er ist ein Streuner und ebenfalls auf Reisen. Er möchte uns gerne bei der Jagd behilflich sein."

Gut, das Vorstellen hatte nun sie übernommen. Jetzt war es aber wirklich an Howling, seinen Vorschlag nochmal im Detail ihrer Mutter vorzulegen. Sonst konnten sie das alles ganz schnell wieder vergessen.

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Howling Blackpaw
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Re: In der Ferne

Beitrag von Howling Blackpaw » 15. Februar 2017, 20:25

Howling zuckte plötzlich erschrocken auf als Shujaa ihn ein zweites mal mit der Schwanzspitze anstubste, er war sehr abgelenkt vom knurrens seines Magens, und dem Umschauen nach Gefahr.

"Erm Huch ja, Entschuldigt. Ich war nur gerade etwas in Gedanken!

Erwiederte er leicht Überrumpelt, und im Trott stubste er Shujaa für das Stubsen mit der Schwanzspitze unfreiwillig leicht zurück.

Ja also ich habe nicht weit von hier einiges an Beute ausgemacht mit dem selbst eine Hungrige Gruppe wie Ihr satt werden könntet. Ein kleiner Bach ist ebenfalls nicht weit von deren Position. Wen ihr gestattet würde ich euch gerne bei der Jagt unterstützen den ich selber habe schon eine weile keinen Erfolg mehr bei der Jagt gehabt.

Sprach er fest überzeugt der Gruppe helfen zu können.

Hoffentlich haut das hin... Immerhin will ich Shujaa nicht enttäuschen jetzt wo ich ihnen reiche Beute vversprochen habe. Ich darf keinesfalls leer ausgehen!

Der Wolf Richtete sich erhebend und all seinen Mut zusammen nehmend auf, und versuchte die Anwesenden zum schnellen Aufbruch zu bewegen um den Momentanen aufenthalt der Beute noch möglichst Präzise wieder zu finden.

Wir sollten aufbrechen bevor das Dammwild sich zu weit von ihrer jetzigen Position entfernen, das würde Zeit und Energie sparen.

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Re: In der Ferne

Beitrag von Armina » 21. Februar 2017, 15:16

Armina kniff skeptisch ihre Augen zusammen, als der Fremde im ersten Moment nichts von sich gab. Ihre Einstellung gegenüber Einzelgängern, die scheinbar aus dem Nichts auftauchten und dann dem Rudel in irgendeiner Weise helfen wollten - oder sich sogar ihm anschließen! - war über die letzten Jahre ins Negative abgerutscht. Letztendlich waren alle nach kurzer Zeit wieder abgehauen. Sie konnte sich noch gut an die Wölfin erinnern, die Valnir eines Tages aufgeschnappt hatte. Das war ebenso ein Reinfall gewesen. Jetzt stand da also ein neuer Wolf vor ihr - mit den Gesichtern vergangener Bekanntschaften.

"Sei gegrüßt, Howling."

sagte sie kühl. Der Wolf war dünn, das Knurren seines Magens war unüberhörbar. Das würde dafür zumindest dafür sprechen, dass kein Rudel hinter ihm stand. Gelogen hatten die anderen auch nie, was ihr Einzelgängertum anging. Als Howling seinen Vorschlag mit der Jagd machte, schaute Armina ins Leere. Von außen schien es fast so, als würde sie gar nicht zuhören. Als der Wolf geendet hatte, meinte sie im selben, fast teilnahmslosen, kühlen Ton wie vorher:

"Gut. Wartet nur einen Moment. Ich muss mich mit Valnir kurzschließen, dann können wir los."

Die Löwin trottete davon.

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Re: In der Ferne

Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 22. Februar 2017, 22:37

Shujaa wich etwas zur Seite, als Howling sie nochmals zurückstupste. Hatte er das etwa mit Absicht getan?! Ganz schön frech! dachte sich die Löwin und sah ihn herausfordernd an. Dann lenkte die Gleichgültigkeit in Arminas Stimme Shujaas Aufmerksamkeit auf ihre Mutter. Der Streit von vorhin schien sie immer noch sehr mitzunehmen. Aber wenigstens stimmte sie dem Vorschlag zu, zusammen mit dem Wolf auf die Jagd zu gehen! Das würde das Rudel hoffentlich auf andere Gedanken bringen, ein wenig Stress abbauen und hoffentlich am Ende den Hunger stillen. Wer nichts im Magen hatte, der konnte doch kaum gut drauf sein.
Zuversichtlich sah die Löwin ihrer Mutter hinterher und wandte sich dann an den Wolf:

"Das sieht doch fürs erste gar nicht mal schlecht aus, oder was meinst du? Einen Moment lang dachte ich, du würdest den Schwanz zwischen die Beine klemmen und abhauen ohne ein Wort zu sagen."

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Re: In der Ferne

Beitrag von Howling Blackpaw » 25. Februar 2017, 08:27

"Tut mir leid ich bin etwas neben der Spur im Moment. Ich hoffe ich mache keine Umstände? Ich dachte halt lediglich das man sich gegenseitig helfen kan. Dein Rudel scheint nicht sehr "begeistert" von meiner Hilfe zu sein.

Lauthals knurrte Howlings Magen und er kauerte sich etwas zusammen.

Wir sollten uns nur beeilen, wer weiß wie lange ich noch in der Lage bin euch hin zu führen. Ist schon ne ganze weile her das es was zu Fressen gab. Fast 5 Tage schon ist die Jagt erfolglos. Soll nicht heißen ich sei ein schlechter Jäger jedoch ist es schwierig im geschwächten zustand ein weit aus schnelleres Tier zu erlegen.

Der wolf setzte sich hin und entspannte sich ein wenig, er wusste genau das er jede Kraft die er noch hat gleich einsetzen muss. Und er ging in Gedanken noch einmal die Route durch in die richtung die er die Rehe gesehen hatte.

Ich hoffe ihr habt einige flinke, schnelle Jäger die noch ein wenig Puste haben den Damwild ist verdamt schnell und wendig. Das Unterholz in dem Waldstück wo ich sie gesichtet habe ist Gefährlich, überall abgebrochene Zweige die wie Speere in den Wald ragen. Aber es ist eine riesige Herde mit Jungen dazwischen auch ältere Tiere und kranke wir werden auf keinen Fall leer ausgehen.

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Re: In der Ferne

Beitrag von Valnir » 26. März 2017, 11:30

OOC: Ich fasse Armina gleich in meinen Beitrag mit ein, dann muss ich nicht allzu ausführlich schreiben und brauche den Account nicht zu wechseln.

BIC:
Auch Valnir war mit der Situation in seinem Rudel nicht zufrieden. Er hatte es in der Vergangenheit gut hinbekommen sich mit seiner oft niedergeschlagenen Schwester zu verstehen, aber er konnte und wollte einfach nicht Seelsorger für ein ganzes Rudel sein. Dementsprechend zog er es vor, sich möglichst abseits zu halten. Er ging oft auf Patrouille. So war er alleine und tat gleichzeitig etwas für das Rudel. Manchmal nahm er auch seine Gefährtin oder seinen Sohn mit auf seinen gewohnten Routen.
Heute war er jedoch alleine gewesen. Er hatte eine einzelne Antilope entdeckt, die sich wohl verlaufen hatte. Leider hatte seine dichte Mähne sich jedoch im Geäst der Bäume, zwischen denen er sich versucht hatte anzuschleichen, verfangen und das Geraschel hatte das scheue Tier sofort aufschrecken lassen. Frustriert kickte er einen Stein mit seiner Pfote weg, als er das Lager betrat. Sogleich kam Armina auf ihn zu und dem Anschein nach hatte sie etwas zu berichten. Hoffentlich gab es nicht noch mehr Probleme...

"Was ist?", wollte er von seiner Schwester wissen und blieb vor ihr stehen.
Diese vergewisserte sich kurz mit einem Blick über ihre Schulter, dass niemand mithören konnte und sagte dann: "Wir haben einen Wolf hier im Lager, der behauptet, er wisse, wo man gut jagen kann. Da er angibt Einzelgänger zu sein und wohl selber wenig erfolgreich war in letzter Zeit hat er angeboten uns hinzuführen und mit uns zu jagen. Was hältst du von der Sache?"

Armina gab sich sichtlich Mühe ihre Gefühle zunächst zurückzuhalten. Valnir war sich sicher, dass beide gerade an ihre bisherigen, enttäuschenden Erfahrungen mit Einzelgängern dachten. Auch der dunkelmähnige Löwe würde am liebsten auf weitere solche Bekanntschaften verzichten, doch hier stand ein unmittelbarer Profit in Aussicht, wenn der Wolf die Wahrheit sprach.

"Wir brauchen dringend wieder eine ausgiebige Mahlzeit für alle.", erläuterte Valnir, "Wenn der Wolf recht hat, ist das eine gute Gelegenheit. "
"Hast du Anzeichen von Wölfen bei deinen Rundgängen entdeckt?", warf Armina ein.
Valnir schüttelte den Kopf. "Keinerlei Geruchsspuren. Also ich würde sagen, wir sollten auf das Angebot eingehen, aber aufmerksam bleiben. Kann ja auch sein, dass er mit den Wildhunden gemeinsame Sache macht, die sich hier herumtreiben... oder weiß der Große Geist mit wem. Ich nehme dich und zwei weitere Löwinnen mit auf die Jagd. Geh und sag dem Wolf Bescheid."
Armina sah überrascht auf und legte dann etwas beschämt die Ohren zurück. "Möchtest du nicht lieber jemand anderen statt mir mitnehmen?", meinte sie.
Valnir lächelte sanft, wissend, dass seine Schwester auf ihre mangelhaften Jagdkünste hinwies. Dann sagte er: "Ich möchte aber, dass du den Wolf kennen lernst. Du kannst jemandes Absichten schneller durchschauen als ich."
Armina versuchte ebenfalls ein Lächeln aufzusetzen und wandte sich dann ab, wieder zurück nach hinten, zum toten Baum. Valnir machte sich dann auf die Suche nach seiner Gefährtin und überlegte, wen er noch mitnehmen sollte.

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Re: In der Ferne

Beitrag von Armina » 7. April 2017, 11:46

Armina war ein leichter Schauer über den Rücken gelaufen, als ihr Bruder zu bedenken gab, dass der Wolf mit Wildhunden zusammenarbeiten konnte. In ihrer Jugend hatte sie leider eine äußerst unangenehme Erfahrung mit Hyänen gemacht und Wildhunde waren für sie nichts anderes als schlanke Hyänen. Die Löwin nahm sich vor in Zukunft mehr Acht auf andere Tiere, nicht nur auf größere Räuber, zu geben. Selbst die Falken, die manchmal über den Baumwipfeln kreisten, wurden auf einmal zu einer potentiellen Bedrohung.

Howling und Shujaa saßen immer noch zusammen und tauschten einige Worte aus, als Armina ankam. Angespannt zuckte sie mit der Schwanzspitze. Ihr gefiel es nicht, dass ihre Tochter so offen mit dem Fremden umging. Aber konnte man es Shujaa in ihrem jungen Alter verübeln? Vielleicht würde Armina später unter vier Augen noch mal mit ihrer Tochter darüber reden.

"Wir sind bereit, aufzubrechen. Howling, folge mir. Shujaa, du bleibst bitte im Lager mit den anderen, solange wir weg sind."

sagte sie und wartete, dass der junge Wolf zu ihr kommen würde.

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Re: In der Ferne

Beitrag von Shujaa wa Uhuru » 10. April 2017, 12:49

OOC: Jetzt muss ich doch etwas weiter zurück greifen.

BIC:
"Warum sollten sie auch begeistert sein?"
Shujaa wartete, bis ihre Mutter um die Ecke verschwunden war. Dann sah sie bedrückt zu Boden und fuhr leise fort:
"Fremde haben ihr Vertrauen missbraucht und deswegen sind wir jetzt ohne Zuhause. Wir können uns glücklich schätzen, wenn sie auf deinen Vorschlag eingehen."

Die junge Löwin wagte einen kurzen, aufmunternden Blick in Howlings Augen. Sie hoffte, dass er die schlechte Stimmung ihres Rudels nicht allzu persönlich nehmen würde. Aufmerksam hörte sie dem Wolf weiterhin zu. Sie überlegte, wie lange es her war, dass sie etwas gefressen hatte. Das müsste vor drei Tagen gewesen sein, als sie das Wasserbüffelkalb gerissen hatten. Der arme Wolf musste ja echt am Verhungern sein!

"Ich weiß nicht, ob du Löwen schon mal bei der Jagd gesehen hast. Wir sind nicht so schnell und ausdauernd, wie ihr Wölfe, deshalb müssen wir uns näher anschleichen. Am besten von mehreren Seiten. Wenn dann ein Tier nahe genug ist, preschen wir vor und schnappen es uns! So ist es auch kein Problem eine flinke Gazelle zu jagen. Das Unterholz wird eher das Problem sein. Wir sind es normalerweise gewohnt im Grasland zu jagen."

erklärte sie. Wenige Augenblicke später kehrte Armina zurück und Shujaa wartete gespannt auf die Entscheidung. Wie vorhin hielt die ältere Löwin sich kurz, Howling sollte mit ihr kommen, während Shujaa dazu verdonnert wurde, im Lager zu bleiben! Etwas enttäuscht legte sie die Ohren an. Sie war so gespannt auf die weiß gepunkteten Antilopen gewesen, aber es würde nichts bringen, zu protestieren...

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Re: In der Ferne

Beitrag von Howling Blackpaw » 10. Mai 2017, 16:48

Ja okay, wir können aufbrechen. Aber warum sollte Shujaa hier bleiben?

Antwortete Howling schlagartig und bestimmt, zog sich dan aber wieder ein wenig zurück im angesicht der Löwin. Besorgt erwiederte er Armina´s Blick

Wir sollten praktisch denken, Shujaa meinte gerade ihr habt nicht viel Erfahrung bei der Jagt im Unterholz. Ich weiß das ihr erfahrene Jäger habt nur glaubt mir das wird euch dort nicht viel nutzen unter Umständen ist es sogar nur behindernd für die Jagt. Shujaa hat mir erählt wie ihr Löwen jagt. Wen ihr mir Gestattet würde ich gerne ein paar Nützliche Hinweise geben um die Erfolgschance zu erhöhen!

Howling setzte sich aus leichtem Protest hin und guckte nun bittend in Armina´s Augen. Sie brauchen leute mit Ausdauer, also die die noch Kraft haben, Die Mähnen könnte sich im Geäst verfangen und sie verletzen oder gar erdrosseln...

Ohne Valnir zu nahe zu treten, Diese prächtige Mähne ist alles andere als praktisch im Unterholz. Alleine die dichten Dornenbüsche könnten schon ein Problem darstellen. Außerdem wen ich es erwähnen dürfte sehen Sie und Shujaa noch aus als hätten sie die höchste Ausdauer, also sie sehen nicht so entkräftigt aus wie die anderen Rudelmitglieder. In Theorie könnte auch das gesammte Rudel mitkommen, es gibt dort eine kleine Schlucht mit einem Fluss. Da gäbe es was zu Trinken und man Müsste die Beute nicht so weit zurück schleppen. Meint ihr das Rudel hat noch die Kraft knapp einen halben Tagesmarsch zu überstehen?

Der Wolf holte tief Luft und legte leicht die Ohren an, .ach dem er das Rudel ziemlich Kritisiert hat. Hoffte er das man seine Voschläge annehmen würde, schließlich war er "Einheimisch" in dieser Umgebung. Er schaute zu Shujaa die ihm einen aufmunternden blick zuwarf, er lächtelte kurz und versuchte es mit einem ermutigendem Blick zu erwiedern.
Zuletzt geändert von Howling Blackpaw am 28. Februar 2018, 18:10, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: In der Ferne

Beitrag von Armina » 9. Juni 2017, 13:34

OOC: Howling, änderst du bitte an deinem Post noch eine Kleinigkeit? Du stehst momentan nur Armina und Shujaa gegenüber. Valnir ist weiter weg und trommelt ein paar Löwinnen für die Jagd zusammen. Sprich einfach Armina statt Valnir an. Sie hat zwar keine Mähne, aber du kannst ja davon ausgehen, dass Valnir dabei sein wird und ihm seine Mähne zum Verhängnis werden wird. ;)

BIC:
Als sie von Howling Einwände gegen ihre Aufforderungen erhob, schnellte ihr Puls nach oben. Damit hatte sie nicht gerechnet. Gerade wollte sie sich daran machen, ihre Gründe zu erläutern, da zwang sie sich still zu bleiben. Nein, ich muss mich vor einem Fremden nicht rechtfertigen! redete sie sich ein. Sie atmete einmal kurz tief durch und versuchte sich wieder zu entspannen, was recht gut funktionierte.

"Wir haben unsere Entscheidung auch nicht ohne Grund getroffen. Wir kennen uns gut genug, um zu wissen, wer am ausdauerndsten und wer am kräftigsten ist."

sagte die Löwin bestimmend in der Hoffung, nicht noch weitere Widerworte zu hören. Ein bisschen beunruhigte sie der halbe Tagesmarsch. Sie hatte nicht damit gerechnet, so weit weg geführt zu werden. Das Rudel kann dann nicht einfach so nachkommen und wenn sie Beute zurückbringen würden, dann auch nur kleine Happen, die sich kaum lohnen würden. Vielleicht sollten sie sie doch alle gehen? Was würde Valnir dazu wohl sagen?

"Kommt erst mal beide mit, wir gehen zu den anderen." meinte sie zu Howling und Shujaa.

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Re: In der Ferne

Beitrag von Howling Blackpaw » 28. Februar 2018, 18:17

Howling legte die ohren an und schaute weiterhin zu Shujaa rüber. Dan wandte er sich Armina zu und folgte ihr.

Shujaa, kommst du? Wir haben noch viel zu Erledigen und der Weg ist noch relativ weit.

Er blickte nochmal hinter sich und und warf Shuja ein motivierendes aufforderndes nicken zu.

Hoffentlich weiß Armira was sie da tut. Nichts für ungut, aber ich weiß worauf es ankommt. Wen wir in einer kleinen koordinierten Gruppe sind wird die Chance Erfolg zu haben deutlich größer.

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