Der Herbst bringt neues.

Der Wolfsfelsen ist eine Kopje auf der Spitze eines Hügels und dient den Wölfen als Zuhause.
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Slayer Scarface
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Der Herbst bringt neues.

Beitrag von Slayer Scarface » 11. November 2014, 19:57

Mit einem tiefen Luftzug atmete der Rüde durch. Seine Augen erfassen sein Rudel - jawohl, seines.
Nachdem er dieses übernahm, nachdem die Alpha einem Jagdunfall zum Opfer fiel, ist einige Zeit vergangen. Mittlerweile wurde es Herbst, und die Bäume begannen bunter zu werden.

Der Wind fegte deutlich stärker über den Wolfsfelsen als noch einige Tage zuvor. Einigen seiner Wölfe gefiel das Garnicht weshalb sie sich zurückzogen, doch auch der ein oder andere Wolf - dazu zählte er sich selbst - stand draußen und genoss es. Dem Wind zuzuhören war etwas das er gerne tat. Seine Augen geschlossen haltend, verfielt er kurzzeitig sogar der Tagträumerei.

doch eine Stimme löste diese wieder. "Alpha, iczh habe mit einem meiner Späherwölfen eine unbekannte Fährte gewittert."
"Was ist daran so ungewöhnlich?" fragte Slayer nun den Wolf der ihn gestört hatte. Es war ein schlanker, grau-weißer Wolf gewesen der ihm die Nachricht überbrachte. "Es ist weder ein Beutetier, noch ein Löwe, noch sonnst etwas bekanntes." entgegnete dieser ihm und setzte sich. Das war nun doch etwas interessant. "Würdest du mich hinführen...?" fragte Slayer, dessen Neugier etwas gewachsen war. Der Wolf nickte und ging los.

Slayer übergab die Aufsicht des Rudels einem Beta, und folgte dem Wolf zur Fährte, die er gefunden hatte.
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Sitouka
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Beitrag von Sitouka » 13. November 2014, 20:30

Sitouka schnüffelte an einem kleinen Grasbüschel, das sie anschließend mit den Zähnen zerriss, um es zu vernaschen. Sie hatte nun schon seit Tagen immense Verdauungsprobleme und Grasbüschel halfen in solchen Situationen so gut wie immer aus. Als sie die letzten paar Halme hinunterschluckte, stellten sich ihre Ohren ruckartig auf. Hatte sie dort ein Rascheln gehört? Das konnte Beute sein! Doch es konnte genauso gut ein Feind sein. Die Löwin tauchte hier wohl eher nicht auf, dieses Tier war eine Savannenblüterin, während Sitouka tatsächlich in einem Wald geboren wurde. Ihre Welpenzeit war nahezu die beste von allen! Ein Lebensabschnitt ohne Sorgen, man hatte immer was zu futtern - herrlich. Und die warme Kule in der Bauch der Mutter bot perfekten Schutz für sie und die kleinen Geschwisterchen. Ja, das war schon ziemlich schön. Aber nun war sie eine ausgewachsene Mähnenwölfin und musste um ihr Überleben kämpfen. Das machte sie auch gar nicht mal so schlecht, denn...
KNACKS! Da war es doch schon wieder! Sitouka streckte ihre feuchte Nase in die Luft und konnte tatsächlich einen fremden Geruch ausmachen. Nur... zu wem gehörte er? Sie hatte sowas noch nie gerochen. War es ein für sie absolut unbekanntes Tier? War es ein Gegner? Oder doch ein Freund? Hatte sie nun um ihr Leben zu fürchten? In ihrem Kopf drohte alles gerade, sich zu überwerfen. Doch Sitouka machte kurzen Prozess und versteckte sich im großen Gebüsch, der sich zu ihrer linken befand. Er war ziemlich dicht und so sollte es für den Fremdling recht schwer sein, sie zu finden. Nun hörte sie auch das Pfotengetrappel und es war mehr als nur ein Tier. Wie es sich anhörte, waren dort zwei Fremdlinge unterwegs. Was suchten sie hier? War hier in der Nähe etwa schon der Wolfsfelsen? Wenn ja, dann hatte die Gute Glück. Wölfe kannte sie gut, sie hatte mal ein kleines Rudel als 'Nachbarn' und diese waren gleichzeitig ihre Freunde. Sollten es Wölfe sein, so konnte sie heraustreten, wenn auch bedachten Schrittes. Wenn nicht - ja, dann musste sie abwarten und beobachten. Doch nun galt es vorerst, die Tiere kenntlich zu machen. Sie drückte ihren Bauch auf den Boden und schmulte durch eine winzige Lücke, die ihr als Guckloch diente. Ihr Herz nahm an Geschwindigkeit zu, doch ihren Atem hatte sie dennoch unter Kontrolle. So war es nun auf der Lichtung so still, als wäre der Wolf bereits seit zehn Sonnenuntergängen tot - bis auf die Vögel, die man durchweg zwitschern hörte und den Wind, der um die Ohren pfiff.
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Slayer Scarface
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Beitrag von Slayer Scarface » 14. November 2014, 20:41

(OOC: kein problem^^)

Die zwei Rüden erreichten einen etwas größeren Platz im Wald. Dort war die Färte am stärksten. Zumindest sagte der gräuliche Wolf das. Rovan, so wurde der Wolf genannt der Slayer hinführte, schnupperte. "Hier war sie zuletzt." sagte dieser. Auch Slayer nahm einen tiefen Atemzug. Die färte war nun stark genug das er wusste: in der Nähe war der jemand. Doch immernoch nicht konnte er sagen 'wer' oder 'was' es war. Rovan starrte auf einen Busch und legte die Ohren an. Er ging zwei Schritte drauf hin, doch bevor er sich sicher sein konnte das da was ist, rief Slayer ihn. "hier..." ein Pfotenabdruck war zu sehen. ^"Ein Pfotenabdruck...sieht wölfisch aus." - "Könnte ein Wolf oder eine Wölfin sein" fügte Slayer hinzu. Kurz überlegte er. "Ich regel das schon allein."
"Sicher...? Nicht das es doch ein männliche Wolf ist, der vielleicht aus deiner ehemaligen Gegend kommt" erwiederte Rovan. Slayer dachte kurz nach. Wenn das so wäre, dann hatte er wirklich ein Problem. Vor allem wenn dieser ihm feindlich gesinnt ist. "Ich werde einen Fluchtweg parat halten." erwiederte Slayer ruhig.
Rovan nickte letztenendes und zog sich wieder richtung Wolfsfelsen zurück.

Slayer wars ich nicht sicher wo der oder die Fremde war. Dennoch wusste er: sie oder er war in der nähe. "Ich weiß das du hier bist...zeige dich!" fährt er mit lauter Stimme sich leicht umsehend durch die Stille.
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Beitrag von Sitouka » 15. November 2014, 00:04

Die Rostrote fixierte eine graue Schnauze, die soeben neben einem Gebüsch hervorschnellte. Das Tier kam immer näher und stellte sich letztendlich tatsächlich als Wolf heraus. Und auch ein zweiter war dabei, der den anderen vermutlich schützte. Sie betrachtete die beiden aus ihrem Versteck aus und musterte den älter wirkenden Rüden mit der Narbe im Gesicht von oben bis unten. Seine Narbe ließ wohl zweifellos auf einen erbitterten Kampf hindeuten. Auch Sitouka hatte eine solche Narbe im Gesicht, doch nebenbei hatte sie kein zweites Auge mehr. Dieses - und mit ihm das Augenlicht - wurde ihr von einer blutrünstigen und streitlustigen Löwin in der Savanne gestohlen. Ihre Entstellung tat in dem Sinne nicht mehr weh, doch versetzte ihr der bloße Erinnerungsfetzen einen Stich ins starke Herz der Mähnenwölfin. So muss es sich anfühlen, wenn ein Pflock durch ein Herz geboren wird, dachte sie sich. Sie verlor damals einen bekannten Vogel, als dieser in einen Ast flog. Er sah ihn nicht, blickte sich nach dem ihn jagenden Raubvogel um und rammte mit der Brust in den genannten Ast. Er war augenblicklich tot.

Sitouka drängte die trübsinnigen Gedanken beiseite und konzentrierte sich wieder voll und ganz auf das Geschehen. Ihre Augen zuckten, als der vermutlich erfahrene Wolf etwa von einem möglichen Fluchtplan erwähnte. Klar, sie wussten nicht, dass sich hier lediglich eine fremde Mähnenwölfin befand, die obendrein sogar friedlich gestimmt war. Als der graue Wolf eine Art Warnung oder Provokation in die Waldlichtung hinausbrüllte, zögerte Sitouka. Sie kannte die beiden wölfe schließlich auch nicht und konnte somit nicht mit einer selbstverständlichen Freundlichkeit und Offenheit rechnen. Dennoch, sie konnte sich hier nicht für den Rest ihres Lebens verstecken. Die beiden wirkten außerdem doch recht freundlich, also sprach nur ihre Unbekanntheit dagegen, welche sich allerdings auch noch beheben lassen konnte. Sie richtete sich auf und sprang aus dem Gebüsch. Ihr forschender und doch freundlicher Blick klammerte sich nahezu an die beiden Fremdlinge. Sie wollte diese noch im Auge behalten, damit es nicht doch noch zum Kampf kam, weil irgendwelche Missverständnisse dazu beitrugen. Nein, das hatte niemand hier nötig. Sie räusperte sich und sprach mit klarer und lauter Stimme.

"Es tut mir leid, sollte ich euer Territorium betreten haben. Ich bin auf der Suche nach etwas Essbarem und da bin ich auf diese wunderschöne Waldlichtung gestoßen. Wenn ihr wollt, kann ich auch gehen. Ich werde diesen Ort hier nie wieder betreten."
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Beitrag von Slayer Scarface » 15. November 2014, 05:04

Ravon war verschwunden. Er hörte nicht mehr das, was hinter Slayer auftauchte. Die weibliche Wölfin schien auf jedenfall nicht feindseelig zu sein. Sie würde sogar verschwinden.
Langsam drehte er sich zu ihr um. Er musterte sie. Das auge fiel ihm sofort auf. War sie, wie er, eine Kriegerin? Doch diese Verletzung konnte auch ein unglücklicher Zufall sein. Unterschätzen wird er sie jedenfalls nicht.

"Wenn du keine feindseeligen Absichten hegst, besteht kein Grund, mein Revier zu verlassen." sagt er ruhig, nach einer gefühlten Ewigkeit in der er geschwiegen hatte. Sie war also jemand, der Nahrung suchte. Das konnte er ihr nicht verübeln. Trotzdessen das sein Rudel wohlgenährt war, schien die Beutebeschaffung im moment doch schwerer zu sein als vor ein paar wochen.
Slayer setzte sich. "Wieso fangen wir nicht einfach damit an, uns gegenseitig vorzustellen? Ich bin Slayer 'Scarface' - Alpha des am Wolfsfelsen lebenden Rudels." fügte er hinzu. Ein klein wenig Stolz überkam ihm bei dieser Vorstellung die er ihr entgegenbrachte. Slayer wirkte dabei höflich, freundlich - zeitgleich aber verädnerte er seine Mine nicht. Diese war neutral gehalten.
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Beitrag von Sitouka » 23. November 2014, 00:20

Die Mähnenwölfin spürte, wie sich ihr Fell aufstellte, wenn auch nur ganz leicht. Als der graue Wolf jedoch zu reden anfing und sogar freundlich klang, stellte sie sich aufrecht hin und blickte ihm fest in die Augen. Vielleicht hatte sie ja Glück und er würde sie verschonen? So wie es momentan klang, war dies wohl der Fall. Sitouka nickte dankbar und setzte sich dann hin. Als der Wolf vorschlug, eine kleine Vorstellungsrunde zu veranstalten, war die Rostrote etwas misstrauisch. Woher sollte sie wissen, dass er den Namen nicht für etwas ausnutzte? Oder dass er ein Killer war, der sich die Namen seiner Opfer merkte? Allerdings musste sie diesen Gedankengang wieder verwerfen, als sie ihm in die Augen sah. Er hatte eine gute Seele, wenn auch ein wenig gräulich. Sicher plagt ihn etwas aus der Vergangenheit, was vermutlich mit der Narbe im Gesicht zu tun hatte.

"Freut mich deine Bekanntschaft zu machen, Slayer Scarface, Alpha des am Wolfsfelsen lebenden Rudels. Ich bin Sitouka Sidhaeg, Einzelgängerin."

Wie konnte man nur in einem Rudel leben? Da war doch nur Trouble, oder? Sitouka konnte sich das nicht vorstellen, aber vielleicht war es auch ganz anders. Vielleicht entsprach es ja gar nicht ihren Vorstellungen. Es hatte sicher auch Vorteile, wie beispielsweise der Zusammenhalt, der in einem solchen Rudel herrschte. Aber sie verstand eh nichts davon, da sie schon immer Einzelgängerin war.
Ihr Blick haftete auf dem Wolf, sie versuchte seine Gedanken grob auszumachen. Eigentlich war sich die Mähnenwölfin dessen sicher, dass er ein freundlicher Zeitgenosse war, aber sie wollte auf Nummer sicher gehen. Und da interessierte sie noch eine Frage:

"Wer war der zweite Wolf?"
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Beitrag von Slayer Scarface » 25. November 2014, 21:15

"Slayer genügt." fährt er fort als sie geendet hatte. Immernoch war sein Blick auf ihrer Narbe geheftet. Als er aufstand und auf sie zuging, antwortete er auf ihre zweite Frage. "Das war Rovan, mein schnellster Späherwolf. er umkreiste sie. Musterte sie.
Dennoch - sicher sein konnte er sich aber immernoch nicht.
"Du bist keine Kriegerin?" fragte er weiterhin in diesem kargen Tonfall. Auch der Gesichtsausdruck blieb für sie unlesbar. Nur in den Augen konnte man sehen das er neugierig war.

Slayer entfernte sich wieder etwas , drehte sich um und setzte sich wieder. Ich biete dir an, in meinem Rudel als Gast zu leben. Du wirst unter meiner Pfote den Schutz bekommen den meine Rudelmitglieder auch bekommen. Aber vergiss nicht~." er neigt den Kopf, sein Blick erkaltete etwas. "Solltest du in Erwägung ziehen, mich oder einen meiner Wölfe Schaden zuzufügen...werde ich das letzte sein, was du sehen wirst."
Es lag keine Aggression in der Stimme. Mehr schien es als wolle er ihr das als 'Hinweis' darstellen. Den kaum war das gesagt, hob er den Kopf wieder normal an und die Stimme schien wieder auf die normale Monotonie zu schwenken, die viel freundlicher klang als diese 'Warnung'.
Schließlich drehte er sich um, und schien eine Abwartende Haltung einzunehmen. "Bevor wir aber zum Wolfsfelsen gehen, solltest du etwas fressen. Mit Glück kann ich dir eine Antilope jagen." fügte er hinzu.
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